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Amadou & Mariam "Bofou Safou" EP

Eine stillschweigende Vermessung des musikalischen Afrikas ist mit diesen beiden nicht zu machen. Trotz aller zurückgelegten Meilen beabsichtigen Amdou & Mariam weiterhin, Teil ihrer eigenen Erneuerung zu sein. Und ihren Horizont zu erweitern. Ein unverwüstliches Duo, stets in Bewegung und von unstillbarer Neugier. Der Ausdruck zweier kreativer und dabei doch stets anpassungsfähiger Persönlichkeiten. Stets darauf bedacht, ihre malischen Wurzeln in ihre Aufnahmen einfließen lassen, liefern sie zugleich einen Genre-Mix, der sämtliche Grenzen lustvoll sprengt.

So auch auf „Folila“, ihrem letzten Album, das mit seiner stattlichen Liste westlicher Gäste (u.a. Bertrand Cantat, TV On The Radio, Santigold) ein ganz eigener Pop-Hybrid war. 2012 war das und ist somit bereits eine ganze Weile her. Mit der Veröffentlichung von „Bofou Safou“ wurde dem Warten jüngst ein Ende gemacht. Die von Adrien Durand produzierte Single, ein ungemein ansteckender, nach vorn gehender Afrobeat-Disco-Track, hat schon jetzt das Zeug zum Klassiker. „Bofou safou“ ist ein malischer Slangbegriff für junge Männer, denen die verspielten Seiten des Lebens mehr liegen als anstrengende körperliche Arbeiten. „Du musst arbeiten im Leben / Kannst nicht einfach nur deine Armen kreuzen im Leben / Musst dich im Leben nützlich machen“ – eine ernsthafte Ermahnung Mariams, wenn auch mit gespielter Naivität, ist doch das untertitelte Video ein Aufruf zu Karaoke und ausgelassenem Tanz. 

Genau dahin, auf die Tanzfläche, geht es auch mit einer Reihe neuer Remixe des Songs, die nun auf einer EP erscheinen: Henrick Schwartz, der zuvor schon den Track „Je pense à toi“ von Amadou & Mariam remixte, verpasst „Bofou Safou“ ein Deep-House-Rework. Africaine 808 – das Duo kommt ebenfalls aus Deutschland und setzt sich zusammen aus den Produzenten Dirk Leyers und Hans Reuschi – wagen mit dem Song einen futuristischen Drahtseilakt. Lully legt eine lässige urbane Variante des Stückes vor, Fatima Yamaha, ein weibliches Alias für den vielseitigen und kessen Holländer Bas Baron, transportiert „Bofou Safou“ an einen Ort, der vom Funk geradezu besessen ist. Den Schlusspunkt bildet DJ Vasco, der seinem sinnlich-trägen Ansatz treu bleibt und einen in eine Art kathartischen Trancezustand versetzt. 

Und nicht zuletzt findet sich mit „Filaou Bessame“ auch ein ganz neuer Song auf der EP wieder – ein weiterer Vorbote des kommenden Albums „La Confusion“ von Amadou & Mariam, das für den Herbst angekündigt ist. „Filaou Bessame“ taucht tief in die regionalen Traditionen ein und lässt Saxofone und weibliche Harmonien zur freien Entfaltung kommen. 

EP TRACKLIST:

1. Bofou Safou

2. Filaou Bessame

3. Bofou Safou (Henrik Schwarz Remix)

4. Bofou Safou (Africaine 808 Remix)

5. Bofou Safou (Lully Remix)

6. Bofou Safou (Fatima Yamaha Remix)

7. Bofou Safou (Vasco Remix)

Amadou & Mariam "Bofou Safou EP"

VÖ 09.06.2017 via Because Music/ Warner Music


www.facebook.com/amadoumariam 

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