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Cairobi "Cairobi"

Von Krautrock-Pionieren wie Can bis hin zu italienischen Songwriter-Legenden wie Lucio Battisti, von afrikanischen Polyrhythmen bis hin zu Folk-Sounds aus Lateinamerika: Die Liste der Einflüsse von Cairobi ist lang und eklektisch – und sie ist wohl auch der Grund, weshalb man den eingängig-psychedelischen Sound dieser vierköpfigen Band so schwer greifen oder verorten kann. Während die Mitglieder selbst Wurzeln in Italien, Mexiko und Frankreich haben, existiert ihr Mix in einer ganz eigenen Welt zwischen Tropical Indie-Pop und Grunge-Gaze.

Das gleichnamige Debütalbum von Cairobi vereint neben der hypnotischen ersten Single „Lupo“ (exotische Grooves treffen auf psychedelisch-verschwommene Synthesizer) auch den wellenförmigen Funk von „Step Aside“ und „Systems Of Mutual Doubt“, das irgendwo zwischen dem explosiv-elektrifizierten Freak Folk von Animal Collective und der verträumten Hypnagogie von Ducktails anzusiedeln ist, verfeinert, vielleicht, mit einem gesunden Spritzer Psych-Ballade à la The Flaming Lips. Letzterer Track mündet schließlich in einen Refrain, in dem es heißt „change is all right“ – was schon ziemlich genau die Kernidee, das Fundament und das Credo dieses Albums auf den Punkt bringt. 

Obwohl viele der Arrangements durchaus heiter und optimistisch klingen, durchzieht ihren Erstling eine melancholische Grundstimmung: Leadsänger Giorgio Poti verarbeitet unter anderem das Gefühl der Unverbundenheit nach seinem Umzug von London nach Berlin sowie seinen Kampf mit unerträglichen Migräneattacken, unter denen er in jenen Tagen litt. „Mir blieben nur zwei Optionen: Entweder einfach stillsitzen, ohne Geräusche, die Augen geschlossen, oder meine Medizin nehmen und hoffen, dass sie mir ermöglicht, einen mehr oder weniger normalen Tag zu haben“, erinnert er sich. „Und selbst mit der Medizin ging es mir nicht besonders gut, weil sie mich so müde machte: Ich war häufig ganz schön benebelt während der Arbeit an diesen Songs. War nicht gerade spaßig, aber vielleicht hat’s mir auch geholfen, ein paar Filter über Bord zu werfen. Zum Glück ließen die Kopfschmerzen nach einem Jahr dann wieder nach.“ 

Das Debütalbum ist der Nachfolger zu ihrer „Distant Fire“-EP, mit der Cairobi schon 2014 für Furore gesorgt haben: „Schwermütiger Psychedelia-Sound, der geistesverwandt ist mit Animal Collective“, urteilte damals das Clash Magazine. Nach etlichen gefeierten Festival-Gigs im Jahr 2015 folgte mit „Zoraide“ die nächste Single: „Walls of grunge-gage fuzz meet polyrhythms and tropical pop“, hieß es treffend bei The Line of Best Fit, während Stereogum von dem „fascinatingly off-kilter groove“ begeistert war. Ende letzten Jahres wählte der größte britische Fahrradhändler Halfords die Single sogar als Soundtrack zum Clip für die große Weihnachtskampagne aus, woraufhin Cairobis Songs noch mehr Lob in der Presse bekamen und auch im britischen Radio immer häufiger zu hören waren (u.a. BBC Radio 1 und 6Music). 

Cairobi sind Giorgio Poti (Gesang, Gitarre), Alessandro Marrosu (Bass), Salvador Garza (Keyboard) und Aurelien Bernard (Schlagzeug).

„Walls of grunge-gage fuzz meet polyrhythms and tropical pop“ – The Line Of Best Fit

„fascinatingly off-kilter groove“ – Stereogum

„wistful psychedelia akin to Animal Collective“ – Clash

„A new psychedelic brand of pop“ – Fred Perry Subculture

Artist: Cairobi

Album: Cairobi 

VÖ: 27.01.2017  

Label: Week Of Wonders

Vertrieb: Indigo


Live:

01.03.  Berlin – Auster Club

21.03.  Mainz – Schon Schön


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